Oper Atalanta 2018 auf Schloss Greinburg © Reinhard Winkler
Oper Atalanta 2018 auf Schloss Greinburg © Reinhard Winkler

Oper auf Schloss Greinburg

In einer multimedialen Inszenierung

Georg Friedrich Händel

Siroe, Re di Persia 
Oper in drei Akten HWV 24


7., 8., 13., 14., 15. August 2021, 19 Uhr

Rittersaal Schloss Greinburg, 4360 Grein/Donau

Libretto von Pietro Antonio Trapassi, gen. Metastasio
Uraufführung: London, Theater am Haymarket, 17. Februar 1728

Matthias Helm Bariton                        Cosroe
Clint van der Linde Countertenor         Siroe
Nicholas Hariades Countertenor          Medarse
Amelie Müller Sopran                         Laodice
Annastina Malm Mezzosopran             Emira
Philipp Kranjc Bass                            Arasse

L’Orfeo Barockorchester | Erich Traxler Musikalische Leitung
Kobie van Rensburg Inszenierung, Bühne und Video


Koproduktion mit den Händel-Festspielen Halle 2022

 

2018 zeigten die donauFESTWOCHEN erstmals in ihrer Geschichte eine Oper in einer multimedialen Inszenierung: Der südafrikanische Regisseur Kobie van Rensburg holte Atalanta von Georg Friedrich Händel unter Verwendung von Blue-Screen-Technologie und Videoanimation in die Gegenwart und entführte das begeisterte Publikum in imaginäre Welten – „Wahre Liebe traf auf virtuelle Realität“ (OÖ Nachrichten). „Eine hinreißend ‚coole‘ Barockoper“, schrieb etwa DrehPunktKultur. „Selten hat eine solche Zeitversetzung so viel spontanes Vergnügen bereitet“, hieß es in Die Presse und die Krone OÖ befand: „Das Festival wurde mit dieser Produktion um eine sensationelle Attraktion reicher.“ Und für das OÖ Volksblatt war es „ein mutiger Schritt ins 21. Jahrhundert“.

 

Nach dieser Erfolgsproduktion bringen die donauFESTWOCHEN kommenden Sommer mit Siroe, Re di Persia erneut ein selten zu hörendes Werk des in Halle geborenen Meisters der Barockoper in einer innovativen, multimedialen Form der Inszenierung von Kobie van Rensburg auf die Bühne: Verrat, Rache, Erbstreitigkeiten und verbotene Liebe am persischen Hof – diese explosive Mischung ist Thema des Librettos von Pietro Metastasio, das Georg Friedrich Händel 1728 für die neunte Spielzeit der Royal Academy of Music farbenreich vertonte. 

Cembalist Erich Traxler, in der Strudengau-Gemeinde Waldhausen aufgewachsen, leitet das L’Orfeo Barockorchester. Im international besetzten Sängerensemble feiern die beiden Countertenöre Clint van der Linde und Nicholas Hariades ihr Festwochendebüt. Ein Wiederhören gibt es mit Matthias Helm (Bariton), Amelie Müller (Sopran) und Annastina Malm (Mezzosopran).

 

Zu Inhalt und Musik

Die Figuren in der Erzählung rund um die Thronfolge des persischen Königs Cosroe müssen ihrer Position und ihrer Verantwortung gerecht werden; ein König, der die Sicherheit und Stabilität des Reiches sichern muss, zwei Söhne, die der Vision einer glorreichen Zukunft entgegeneifern, eine Prinzessin, die ihren Vater rächen will …

Doch Gefühle wie Liebe, Eifersucht und letztendlich Güte transportieren in Metastasios Libretto ein durchaus modernes Menschenbild. „Georg Friedrich Händels Vertonung baut auf ‚klassische‘ Typen der barocken Arie, die allerdings vielschichtige und oft gegensätzliche Affekte in sich tragen. Diese Ambivalenz in Händels Musik wird der Gratwanderung der Protagonisten zwischen der Pflicht dem Kollektiv gegenüber und der Sehnsucht nach individueller Entfaltung meisterhaft gerecht“, zeigt sich Erich Traxler von den musikalischen wie inhaltlichen Stärken des Stück begeistert und freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem L’Orfeo Barockorchester, „das seine farbenreiche Affektpalette und seine stilsichere barocke Spielfreude bei diesem Werk voll entfalten kann“.

Der Kern jeder theatralischen Aufführung ist für Kobie van Rensburg die Schnittstelle zwischen Sein und Schein. Georg Friedrich Händel wollte „kein realistisches Bild von Persien zeigen, sondern eine Welt der Fantasie, eine Welt, in der wir uns verlieren können“, ist der Regisseur überzeugt, „und die Möglichkeiten multimedialer Techniken erlauben dem Publikum, ‚barocken Bühnenzauber‘ in heutiger Form zu erleben.

  

Karten € 65,– / 57,– / 51,– 

Regisseur Kobie van Rensburg und der musikalische Leiter Erich Traxler geben in folgendem Video einen Einblick in die diesjährige Opernproduktion Siroe, Re di Persia

L'Orfeo Barockorchester © Waltraud Dandler
L'Orfeo Barockorchester © Waltraud Dandler