Oper auf Schloss Greinburg

Alessandro Stradella (1639-1682)

Moro per amore
"Leben und Sterben für die Liebe" - eine Barockoper in 3 Akten (1681)

Libretto: Flavio Orsini (1620-1698)
Österreichische Erstaufführung


6., 7., 12., 13., 14. August 2022, 19 Uhr

Arkadenhof Schloss Greinburg (bei Schlechtwetter im Rittersaal), 4360 Grein/Donau

Maria Ladurner Sopran                        Eurinda, Prinzessin von Sizilien
Anna Magdalena Auzinger Sopran      Lucinda, Erste Hofdame
Johanna Rosa Falkinger Sopran         Fiorino, Page bei Hof
Cornelia Traxler Alt                           Lindora, Kammerzofe der Prinzessin
Jakob Maximilian Gerbeth Tenor      Feraspe, Diener bei Hof, eigentlich Floridoro, Prinz v. Zypern
Markus Miesenberger Tenor             Filandro, Botschafter des Königs von Neapel
Markus Volpert Bass                        Rodrigo, Berater der Prinzessin von Sizilien

Euridice Barockorchester der Anton Bruckner Privatuniversität
Erich Traxler Musikalische Leitung
Manuela Kloibmüller Inszenierung
Isabella Reder Bühne und Kostüme

 

Alessandro Stradella, ein entdeckenswerter Protagonist der frühen italienischen Oper
Er reüssierte als Komponist und Sänger, lebte und wirkte in den Palazzi des römischen, venezianischen und genueser Adels, war Günstling der Christina von Schweden und eine der schillerndsten Figuren aus der Frühgeschichte der italienischen Oper: Alessandro Stradella.
Mit seiner Oper Moro per amore stellen die donauFESTWOCHEN dem Publikum erneut ein kaum gehörtes musikalisches Juwel als österreichische Erstaufführung vor.

 

Eine junge Prinzessin riskiert den Verfall des eigenen Reiches, da sie sich wider aller politischen Raison weigert, ihre Gefühle der Vernunft unterzuordnen. Ein Diener wird zum Idol, für dessen Liebe alle Damen sterben wollen, und so hängt die friedliche Koexistenz der Königreiche Neapel-Sizilien und Zypern an einem seidenen Faden...

 

Acht Monate vor seinem Tod sandte Alessandro Stradella sein letztes Bühnenwerk Moro per amore nach Rom zu Flavio Orsini, der das Stück sowohl ersonnen als auch in Verse gegossen hatte. Ganz nach der Poesie seines adeligen Auftraggebers wechseln Gesänge in der Tradition eines Claudio Monteverdi mit Arien mit obligater Streicherbegleitung. Dass deren kontrapunktisch gesponnene Figuren bereits in Richtung der Tonsprache eines Georg Friedrich Händel deuten, gehört zu den großen Neuerungen dieses Meisters, dessen Leben, vermutlich durch Rache für eine Affäre mit einer Adeligen, ein frühes Ende nahm: „Leben und Sterben für die Liebe“ – eine durch und durch barocke Lebensphilosophie...

 

Karten € 65,– / 57,– / 51,–