Die frühbarocke Stiftskirche Maria Himmelfahrt wurde zwischen 1650 und 1680 errichtet. Die Baumeister Carlo Canevale und Christoph Colomba gestalteten das 56 Meter lange Gotteshaus als tonnengewölbtes Langhaus nach dem Vorbild klassischer Jesuitenkirchen. Der Innenraum besticht durch den für das 17. Jahrhundert typischen Dreiklang aus Weiß, Gold und Schwarz, der im Zusammenspiel mit der reichen Stuckzier und dem besonderen Lichtspiel der Emporenfenster eine majestätische Atmosphäre schafft.
Ein besonderes Highlight sind die 300 farbenfrohen Fresken von Christoph Colomba, die in kunstvollen Stuckrahmungen Szenen aus der Bibel sowie der Klostergeschichte erzählen. Dass dieses Barockjuwel heute noch in voller Pracht erstrahlt, ist dem mutigen Einsatz zehn lokaler Bauern zu verdanken: Sie bewahrten die Kirche vor dem Abriss, als das Augustiner-Chorherrenstift Ende des 18. Jahrhunderts aufgehoben wurde. Damit blieb eines der bedeutendsten kirchlichen Baudenkmäler unserer Region bis heute erhalten.
